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Im ersten Jahrhundert der neuen Zeitrechnung, als Grimbwardt der Herrscher
über die Bigohzwerge war; einem großen Zwergenvolk, welches an den Ufern des
mächtigen Stromes Griowen lebte; zog der Sohn des Hufschmiedemeisters Gling
Eisenreich, sein Name lautete Rüderic, in die Welt hinaus, um sein erlerntes
Handwerk, dass der Schmiedekunst, zu perfektionieren.
Seine Reise führte den jungen Mann in den Süden des Reiches, zu den großen
Städten am Fluss Falaba, die da hießen: Kahan, Rihan, Melodein und die
größte Stadt hieß Machnatur. In allen Städten bekam der wandernde
Geselle Arbeit, bei der er lernen konnte, als auch Wohnstatt, Speis und Trank zum Leben.
In Machnatur, bei Schmiedemeister Gionorm, erlernte er auch die Kunst des
Goldschmiedens. Meister Gionorm war ein großer, im ganzen Reich geschätzter
Goldschmied, selbst das Herrscherhaus ließ bei ihm arbeiten.
Rüderic lernte schnell und war auch sehr gewandt in der Ausführung des
Erlernten. Meister Gionorm zeigte sich auch dann und wann sehr beeindruckt
von dem, was sein Lehrling für Ideen entwickelte, aber vorallem, wie dieser
sie in die Tat umsetzte.
Eines Abends, das Tagwerk war vollbracht, saßen der Meister und Rüderic im
Schein des Kaminfeuers in der Wohnstube. Die Flammen schlugen um die Holzscheite und
verbreiteten wohlige Wärme im ganzen Raum. Sie saßen
schon eine ganze Weile beisammen, als der alte Meister das Wort ergriff und
Rüderic von einer alten Geschichte erzählte, welche ihm in seiner Jugend von
einem Bergmann aus dem Resam-Gebirge, nördlich von Machnatur, erzählt worden war.
Da Zwerge für Altes, Sagen und Legenden immer ein offenes Ohr haben, war das
Interesse des jungen Zwergenmannes schon bei dieser Erläuterung zur
eigentlichen Erzählung geweckt.
"In den Bergen", begann Meister Gionorm: "wurde Jahrhunderte lang nach Gold
und Silber, nach Kupfer oder Eisenerz - einfach nach allem gegraben, was wertvoll und
schön ist. Es geht die Sage, dass in einem kleinen Tal, tief im
Gebirge, auch einmal eine Diamantmine gelegen habe. Die Zwerge, die dort
arbeiteten, waren - auch aus der Sicht der Zwerge, welche ja als sehr
fleißig und zäh gelten - sehr fleißig und sehr zäh, aber auch sehr
hochmütig und geizig. Sie trieben den Stollen immer tiefer und tiefer in den
Berg, Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Ihre Mühen waren von
großem Erfolg gekrönt, denn sie schürften Tonnen über Tonnen des edelsten
Gesteins aus dem Berg und förderten es ans Tageslicht.
Die Mine, so heißt es, war nach dem Namen des Entdeckers 'Gohr' benannt
worden.
In einer hellen Vollmondnacht ...
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