|
Die innere Leere des Textes
wird gefüllt durch viele Gedanken
des Recipienten. Beim Lesen
bringt er die Zeilen ins schwanken.
„Komm, lies mich!“, schreit lauthals der Absatz.
„Versteh mich!“, kontert der Schluss.
Am Ende steht nur die Geschichte, die
formal einen Schluss haben muss.
Ein Text wird erst Text durch den Leser.
Der Diskurs ist das höchste Ziel.
Warum ich das alles Dir schreibe?
Weil ich als Autor nur will,
dass du die Zeilen verschlingest
und zwischen den Zeilen liest,
mal nachdenkst, mal schimpfst und mal lächelst
und am Ende dies Werk hier genießt.
Und finden die Reime gefallen
und wecken sie auch Emotion,
dann glaub mir, nicht nur Du alleine,
nein, auch Ich habe etwas davon.
|