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Durch dunkle Auenwälder,
von keiner Augen gesehen,
zieht suchend auch durch Felder,
kann nicht ruhen, niemals stehen.
Waldesrauschen hört es,
betrifft es sonderbar,
doch wenn die Töne klingen,
ist es schon nicht mehr da.
Über Zinnen alter Burgen,
zieht es durchs ganze Land,
bringt Freude, aber auch Sorgen,
dem Menschen wohl bekannt.
Das Feuer sucht und braucht es,
sein Heulen stört die Flammen nicht,
ein Teil für ihr Leben nehmen sie,
zur Verkündung des Jüngsten Gerichts.
Mächtig ist es wahrlich,
sanft kann es sein,
aber auch brutal, beharrlich
und manchmal gemein.
Das Wasser kann es formen,
gestalten - wunderbar,
doch wenn die Formen dann erstehen,
ist das Leben nicht ohne Gefahr.
Heulend jagt das Kind der Götter,
geschwind durch Wald und Flur;
hört man eine Mutter sagen:
"Nicht weinen, es ist der Wind doch nur!"
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